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Wer die Schwarzwaldhochstraße von Baden-Baden nach Freudenstadt fährt, passiert Kniebis kurz vor dem Ziel. Das kleine Dorf auf fast 1.000 Metern liegt direkt an der B500 und ist einer jener Orte die man zunächst als Durchfahrt wahrnimmt und dann doch anhält. Der Ellbachsee mit seinen drei charakteristischen Fingern, der Aussichtspunkt Buchschollen mit Alpenblick, eine Klosterruine aus dem 13. Jahrhundert und im Winter 70 Kilometer Loipen die bis 22 Uhr beleuchtet sind.
Kniebis ist kein Touristenziel erster Ordnung, und das ist sein Vorteil. Ruhig, beschaulich, mit frischer Höhenluft und direktem Zugang zum Nationalpark Schwarzwald sechs Kilometer weiter.
Wusstest du schon:
Im Klostergarten wachsen Kräuter wie sie im 9. Jahrhundert genutzt wurden. Einfach reinsetzen, die Augen schließen und riechen. Das ist mein Lieblingsmoment in Kniebis.
Herzensmensch
971 Meter Höhe. 70 km Loipen. Beleuchtet bis 22 Uhr. Kein anderer Ort im Nordschwarzwald bietet das so.
Zahlenmensch
Inhalt
Anfahrt nach Kniebis und Lage
Kniebis liegt direkt an der Schwarzwaldhochstraße B500, sechs Kilometer von Freudenstadt entfernt. Von Baden-Baden kommend fährt man die B500 bis kurz vor Freudenstadt, Kniebis liegt auf dem Weg. Von Freudenstadt selbst sind es über die B28 Richtung Schwarzwaldhochstraße rund zehn Minuten.
Mit dem Bus kommt man vom ZOB in Freudenstadt mit der Linie 12 Richtung Mummelsee, die Linie hält direkt in Kniebis. Parkplätze gibt es im Ort entlang der Schwarzwaldhochstraße, das Besucherzentrum hat einen eigenen Parkplatz der Startpunkt des Heimatpfads ist.
Kniebiser Heimatpfad: 10 Kilometer durch die Hochebene
Der Kniebiser Heimatpfad ist der ideale Weg um Kniebis kennenzulernen. Knapp zehn Kilometer, gut ausgeschildert, überwiegend eben, geeignet für alle Altersgruppen und Fitnesslevel. Startpunkt ist das Besucherzentrum gegenüber der langen Parkzone an der Schwarzwaldhochstraße.
Der Weg führt durch eine abwechslungsreiche Landschaft: Wald, Heidemoor und Wiesen wechseln sich ab. Erste Station ist die Forbachquelle, von dort geht es zum Aussichtspunkt Ellbachseeblick mit freiem Blick auf den See und zur Hornisgrinde. Weiter über Buchschollen zur Klosterruine und der Abendwieshütte, dann entlang der alten Grenze zwischen Baden und Württemberg zurück.
Die alten Grenzsteine am Wegesrand stammen zum Teil aus dem 17. Jahrhundert und markieren die historische Landesgrenze. Ein stilles Stück Geschichte das man kaum wahrnimmt wenn man nicht darauf hingewiesen wird.
Der Pflanzenpfad hinter dem Naturfreundehaus erklärt die heimischen Kräuter und ihren Nutzen. Das Moorbad kurz danach ist ein romantischer Rastpunkt. Und der Aussichtspunkt Buchschollen am Ende bietet bei gutem Wetter Blick bis in die Alpen, mit Informationstafel die erklärt was man sieht.
Der Ellbachsee: Karsee mit drei Fingern
Der Ellbachsee ist das natürliche Highlight von Kniebis. Der Karsee hat durch Verlandungen eine charakteristische Form mit drei Ausläufern entwickelt die ihn von oben wie drei Finger aussehen lassen. Der See hat einen Durchmesser von rund 150 Metern, Schwingrasen bedeckt einen großen Teil der Wasserfläche.
Den besten Blick auf den Ellbachsee hat man vom Aussichtspunkt Ellbachseeblick, der auf dem Heimatpfad liegt. Von dort sieht man den See in seiner vollen Form und dahinter die Hornisgrinde als höchsten Berg des Nordschwarzwaldes. Wer möchte, kann vom Aussichtspunkt weiter zum See hinunterwandern, der Abstieg beträgt rund 150 Höhenmeter.
Klosterruine Kniebis: 750 Jahre Geschichte
Das Kloster Kniebis wurde 1267 gegründet und bildet den Ursprung der heutigen Gemeinde. Auf dem Gelände sind noch die Reste der Klosterkirche erhalten. Das Besucherzentrum auf der Anlage gibt Einblick in die Geschichte, und der Klostergarten ist eine besondere Attraktion: Hier wachsen Kräuter wie sie im 9. Jahrhundert verwendet wurden. Der Eintritt ist kostenlos.
Der Heimatpfad führt direkt an der Klosterruine vorbei. Wer mehr über die Geschichte des Klosters erfahren möchte, findet im Besucherzentrum die wichtigsten Informationen.
In der Nähe von Kniebis gibt es außerdem mehrere Festungsanlagen, darunter die Alexanderschanze aus dem 17. Jahrhundert. Besonders bekannt ist das ehemalige Führerhauptquartier Tannenberg, eine der wenigen solcher Anlagen im Schwarzwald, das von US-Truppen am Ende des Zweiten Weltkriegs gesprengt wurde. Die Überreste sind heute zugänglich.
Kniebis im Winter: Loipen und Skipisten
Kniebis ist ein ernstzunehmender Wintersportort. Auf fast 1.000 Metern Höhe gibt es gute Schneebedingungen und ein breites Angebot:
70 Kilometer Loipen sind gespurt, darunter eine beleuchtete Nachtloipe die bis 22 Uhr in Betrieb ist. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal das kaum ein anderer Ort im Nordschwarzwald bietet. Langläufer können also auch nach Einbruch der Dunkelheit noch raus.
Dazu kommen vier Skipisten, Schneeschuhtrails und Winterwanderwege. Wer keine eigene Ausrüstung mitbringt, kann vor Ort leihen. Das Besucherzentrum gibt Auskunft über aktuelle Bedingungen und Öffnungszeiten.
Häufig gestellte Fragen zu Kniebis
Was ist der Kniebis?
Kniebis ist ein Stadtteil von Freudenstadt auf fast 1.000 Metern Höhe direkt an der Schwarzwaldhochstraße B500, sechs Kilometer vom Nationalpark Schwarzwald entfernt. Das Dorf ist bekannt für den Ellbachsee, den Kniebiser Heimatpfad, 70 Kilometer Loipen im Winter und die historische Klosterruine von 1267.
Wie hoch ist der Kniebis im Schwarzwald?
Kniebis liegt auf etwa 971 Metern Höhe auf der Hochebene der Schwarzwaldhochstraße im Nordschwarzwald.
Wie viel kostet die Nachtloipe in Kniebis?
Die beleuchtete Nachtloipe in Kniebis ist bis 22 Uhr geöffnet. Aktuelle Preise vorab auf der Website des Schwarzwalddorfs Kniebis unter kniebis.de prüfen, da sie saisonal variieren können.
Was kann man in Kniebis unternehmen?
In Kniebis gibt es den Kniebiser Heimatpfad (10 km, eben), den Ellbachsee mit Aussichtspunkt, die Klosterruine von 1267 mit Klostergarten, historische Grenzsteine zwischen Baden und Württemberg, im Winter 70 Kilometer Loipen mit beleuchteter Nachtloipe, vier Skipisten, Schneeschuhtrails und Winterwanderwege.
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