Feldberg Schwarzwald — Der höchste Berg: Wandern, Skifahren, Aussicht
Der Feldberg ist mit 1.493 Metern der höchste Berg des Schwarzwaldes und der höchste Gipfel Deutschlands außerhalb der Alpen. Wer oben steht, sieht an klaren Tagen die Schweizer Alpen, das Münster von Freiburg und die Vogesen. Der Feldberg-Ort auf 1.277 Metern ist gleichzeitig die höchstgelegene Ortschaft Deutschlands. Hier ist alles was ihr wissen müsst: Wandern, Skifahren, Anfahrt und die besten Tipps.
Sandra
Wenn der Nebel im Tal liegt und man oben auf dem Feldberg in der Sonne steht, ist das ein Moment den man nicht vergisst. Der Gipfelbereich ist baumfrei — man hat also rundum Panorama ohne einen einzigen Baum im Weg. Das ist im Schwarzwald sehr selten.
1.493 m Höhe. 14 Liftanlagen, 16 Abfahrten. Der Skisport begann hier bereits 1891. Der Feldbergturm im 11. Stockwerk beherbergt das höchste Trauzimmer Deutschlands. Und in Bärental befindet sich Deutschlands höchstgelegener Bahnhof an einer Regelspurstrecke.
Alex
Feldberg: Fakten und Lage
1.493 m ü. NHN
25 km südöstlich von Freiburg
Hochschwarzwald, Naturpark Südschwarzwald
Feldberg (Schwarzwald), ~2.000 Einwohner
Feldberg-Ort, 1.277 m — höchste Ortschaft Deutschlands
Kabinenbahn zum Seebuck (Vorberg)
14 Liftanlagen, 16 Abfahrten
Markierte Rundwege, 30 Min bis 3 Std.
1.284 m, Bergstation der Feldbergbahn
Karsee am Fuß des Gipfels, 9 Hektar
Dreiseenbahn bis Bärental (höchster Regelspurbahnhof Deutschlands)
Feldbergbus stündlich Titisee–Zell im Wiesental
Der Feldberg liegt im Naturpark Südschwarzwald, eingebettet zwischen Titisee-Neustadt im Nordosten und Todtnau im Südwesten. Das Gemeindegebiet erstreckt sich von 848 Metern im Seebachtal bis zum Gipfel auf 1.493 Metern. Die Gemeinde Feldberg besteht aus den drei ehemaligen Gemeinden Feldberg, Altglashütten und Falkau, die 1971 zusammengelegt wurden.
Anfahrt und Parken
Von Freiburg aus sind es rund 25 Kilometer auf direktem Weg über die B31 ins Höllental und weiter nach Titisee, dann die B317 Richtung Feldberg. Die Fahrtzeit beträgt je nach Route etwa 45 bis 60 Minuten. Wer die schönere Route wählt, fährt über das Höllental — die Strecke durch die Schlucht mit senkrechten Felswänden ist schon allein die Fahrt wert.
Von Baden-Baden aus fährt man über die Schwarzwaldhochstraße B500 nach Süden, dann weiter über Freiburg oder direkt über den Schwarzwald. Gesamtfahrzeit rund eineinhalb Stunden.
Parken ist am Haus der Natur auf der Feldberger Passhöhe möglich, direkt an der Talstation der Feldbergbahn. An Wochenenden im Winter und im Sommer füllen sich diese Parkplätze früh. Tipp: Wer mit dem Zug anreist, fährt mit der Dreiseenbahn bis Bärental — das ist Deutschlands höchstgelegener Regelspurbahnhof — oder bis Altglashütten-Falkau. Vom Bahnhof Bärental aus sind es rund 3 Kilometer zur Passhöhe, es gibt auch eine Busverbindung.
Feldbergbahn und Seebuck: Der einfache Weg nach oben
Die Feldbergbahn startet am Haus der Natur auf der Passhöhe und bringt Wanderer und Skifahrer auf den Seebuck, den Vorberg des Feldbergs auf 1.284 Metern. Die Kabinenbahn wurde 1999 gebaut und fährt im Sommer als Kabinenbahn, im Winter als 6er-Sessellift.
Von der Bergstation des Seebuck sind es noch knapp 2 Kilometer Fußweg zum eigentlichen Gipfel auf 1.493 Metern. Der Weg ist gut markiert, dauert je nach Tempo rund 30 bis 45 Minuten und ist moderat anspruchsvoll. Wer nicht laufen möchte, hat auch vom Seebuck aus bereits einen sehr guten Ausblick.
Wandern am Feldberg: Routen für alle Schwierigkeitsgrade
Der Gipfelbereich des Feldbergs ist einer der wenigen Orte im Schwarzwald wo man auf über 1.400 Metern ohne Bäume steht. Der gesamte Gipfelbereich ist baumfrei, was bedeutet: in alle Himmelsrichtungen offene Aussicht, ohne einen einzigen Baum der den Blick verstellt. Das ist selten und macht den Feldberg zu einem der spektakulärsten Aussichtspunkte Süddeutschlands.
Es gibt mehrere markierte Rundwanderwege rund um den Gipfel mit Gehzeiten zwischen 30 Minuten und 3 Stunden. Alle sind gut ausgeschildert, die meisten starten an der Bergstation der Feldbergbahn oder am Parkplatz Haus der Natur.
Der Feldbergsteig — die klassische Route
Der Feldbergsteig ist der bekannteste Premiumwanderweg auf dem Feldberg. Er führt in einer Runde über den Gipfel, vorbei am Bismarckdenkmal, am Feldsee und zur St. Wilhelmer Hütte. Länge rund 12,4 Kilometer, Dauer etwa 4,5 Stunden, Schwierigkeitsgrad schwer. Vier Gastronomiebetriebe liegen entlang des Weges. Ein Abstecher zum Fahler Wasserfall (3 Kilometer zusätzlich) lohnt sich — dort sieht man mit Glück Gämse.
Kurze Gipfelrunde — für alle
Wer nicht den gesamten Feldbergsteig gehen möchte, nimmt die Feldbergbahn auf den Seebuck und macht von dort eine kurze Runde zum Gipfel und zurück. Mit der Bahn und 30 Minuten Gehzeit steht man auf dem höchsten Punkt des Schwarzwaldes. Für Familien mit Kindern gut geeignet, sofern festes Schuhwerk getragen wird.
Der Feldsee: Karsee am Fuß des Gipfels
Direkt unterhalb des Feldberggipfels liegt der Feldsee, ein neun Hektar großer Karsee der durch den letzten Feldberg-Gletscher geformt wurde. Er ist eines der schönsten Naturdenkmale der Region und steht unter Naturschutz. Baden ist im Feldsee nicht erlaubt.
Der Feldsee liegt eingebettet in den Wald, umgeben von steilen Hängen, und wirkt fast ein bisschen unberührt. Der Weg zum See führt vom Parkplatz Haus der Natur oder vom Seebuck über gut markierte Pfade. Eine Kombination aus Gipfelrunde und Feldsee ist die klassische Feldberg-Halbtages-Tour.
Skigebiet Feldberg: Das größte im Schwarzwald
Das Skigebiet Feldberg ist mit 14 Liftanlagen und 16 Abfahrten aller Schwierigkeitsstufen das größte Skigebiet im Schwarzwald. Der Liftverbund Feldberg verbindet die verschiedenen Pisten rund um den Seebuck und den Gipfel zu einem zusammenhängenden Skigebiet. Anfänger, Familien und Fortgeschrittene finden hier geeignete Pisten.
Der Skisport hat auf dem Feldberg eine lange Geschichte: Ab 1891 begannen die ersten organisierten Skiausflüge auf den Feldberg. Damit gehört der Feldberg zu den ältesten Skidestinationen Deutschlands. In guten Wintern liegt Schnee von Dezember bis März, in schneereichen Jahren auch bis April.
Hütten und Einkehr am Feldberg
Rund um den Feldberggipfel gibt es mehrere historische Berghütten die früher der Sommerbeweidung des Milchviehs aus den umliegenden Tälern dienten. Heute werden sie gastronomisch genutzt und sind beliebte Einkehrmöglichkeiten nach der Wanderung.
Die Todtnauer Hütte, die St. Wilhelmer Hütte und die Zastler Hütte sind die bekanntesten davon. Die Zastler Hütte liegt auf einem Gebiet das 1964 von der Gemeinde Feldberg an Zastler abgetreten wurde — ein kleines Stück Gemeindegeschichte das sich in der Hüttengeschichte widerspiegelt. Öffnungszeiten der einzelnen Hütten vorab prüfen, nicht alle sind ganzjährig geöffnet.
Das Berghotel Feldberg auf dem Seebuck bietet Gastronomie direkt an der Bergstation der Feldbergbahn. Für eine größere Pause nach der Bergfahrt die naheliegendste Option.
Der Feldbergturm: Aussicht, Museum und das höchste Trauzimmer
Auf dem Seebuck steht der Feldbergturm, der ursprünglich als Sendeturm des Senders Feldberg gebaut wurde. Nach Errichtung eines neuen Sendeturms auf dem eigentlichen Gipfel drohte der Abriss, der durch bürgerliches Engagement verhindert wurde. Heute ist er ein Aussichtsturm und beherbergt das Schwarzwälder Schinkenmuseum.
Im 11. Stockwerk befindet sich ein Trauzimmer das im Sommer als das höchste Trauzimmer Deutschlands für standesamtliche Trauungen genutzt werden kann. Wer also auf dem höchsten möglichen Punkt heiraten möchte ohne in die Alpen zu fahren, ist hier richtig.
Vom Turm aus reicht der Blick bei guter Sicht noch etwas weiter als vom Gipfel selbst — über die Rheinebene, die Vogesen und bei außergewöhnlicher Fernsicht bis zu den Schweizer Alpen.
Geschichte des Feldbergs: Von Glasmachern und Skifahrern
Die erste urkundliche Erwähnung des Feldbergs stammt aus dem Jahr 983. Eine Urkunde aus Verona erwähnt den „Veltperch“ als Besitzung des Klosters St. Blasien. Eine gesichert echte zweite Erwähnung folgt 1065. Damit ist der Feldberg einer der ältesten schriftlich erwähnten Orte im Hochschwarzwald.
Die eigentliche Besiedelung begann im 17. Jahrhundert — nicht durch Bauern sondern durch Glasmacher. Am 4. Juli 1634 wurde der Bestandsbrief zum Betrieb der Rotwasserglashütte übergeben, an der Stelle wo heute das Rathaus in Altglashütten steht. Damit begann die Besiedelung des gesamten Gemeindegebietes. In der Hochzeit um 1660 reichte das Einzugsgebiet der Hütte bis nach Frankfurt und Württemberg.
Als der Holzbedarf der Glaswirtschaft das Gebiet erschöpft hatte, zogen die Glasbläser weiter. Was blieb, waren die Siedlungen. Ab Mitte des 18. Jahrhunderts übernahm die Uhrmacherei die wirtschaftliche Rolle der Glasherstellung. In Falkau entstand ab 1827 sogar eine Draht- und Schraubenfabrik die zeitweise über 300 Menschen beschäftigte und die umliegenden Uhrmachereien belieferte. Die Fabrik wurde 1936 abgerissen.
Der Tourismus begann in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Ab etwa 1860 entstand der Feldberger Hof als bedeutsames Hotel auf dem Feldberg. Ab 1891 begann der Skisport auf dem Feldberg — und damit eine Tradition die bis heute anhält.
Die heutige Gemeinde Feldberg entstand 1939 durch Zusammenlegung und wurde in ihrer jetzigen Form zum 1. September 1971 gebildet, als Feldberg, Altglashütten und Falkau zu einer Gemeinde wurden. Sitz der Verwaltung ist Altglashütten, die höchstgelegene Ortschaft ist Feldberg-Ort auf 1.277 Metern.
Feldberg: Wann lohnt sich der Besuch wirklich?
Der Feldberg lohnt sich zu jeder Jahreszeit, aber der Charakter des Besuchs ist sehr unterschiedlich.
Im Herbst liegt oft Nebel tief im Tal während der Feldberggipfel in der Sonne steht. Das ist einer der schönsten Momente hier oben — über dem Wolkenmeer stehen und wissen dass 1.000 Meter tiefer trübes Wetter herrscht.
Im Frühling liegt noch Schnee auf dem Gipfel während es im Tal schon grünt. Das Zusammentreffen von Schneeresten und erwachendem Wald ist ein besonderes Bild das man nur hier findet.
Was ihr noch kombinieren könnt
Der Feldberg liegt günstig für Kombinationen mit anderen Schwarzwald-Highlights. Wer morgens auf dem Feldberg wandert, kann nachmittags am Titisee entspannen — der liegt nur 15 Kilometer entfernt. Der Schluchsee ist ebenfalls in rund 20 Minuten erreichbar.
Von Freiburg aus ist der Feldberg der klassische Tagesausflug in die Berge. Wer in Freiburg übernachtet und einen Tag Natur plant, fährt morgens auf den Feldberg und ist nachmittags wieder in der Stadt. Die Fahrzeit beträgt unter einer Stunde.
Die Ravennaschlucht liegt nur wenige Kilometer nördlich des Feldbergs am Fuße des Höllentals und lässt sich ideal mit einem Feldberg-Tag verbinden. Schlucht am Morgen, Gipfel am Mittag, Titisee am Nachmittag — das ist ein voller Schwarzwald-Tag.
Häufig gestellte Fragen zum Feldberg
Wie hoch ist der Feldberg im Schwarzwald?
Wie kommt man auf den Feldberg hoch?
Was kostet die Gondel auf den Feldberg?
Was macht man am Feldberg?
Was ist der höchste Berg im Schwarzwald?
Wie viel Schnee liegt auf dem Feldberg?
Wie ist die Feldberg Webcam zu finden?
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