Trinkhalle Baden-Baden: 14 Wandbilder, Thermalwasser & Insider-Tipps 2026

Sandra und Alex lokale Guides im Schwarzwald
Von Sandra & Alex • Insider-Update 2026
Eure lokalen Guides aus Baden-Baden mit echten Tipps.
Zuletzt besucht: April 2026  ·  ⏱ 9 Min Lesezeit

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Die Trinkhalle Baden-Baden ist eines dieser Gebäude, bei denen wir jedes Mal kurz innehalten, auch wenn wir sie schon dutzendfach gesehen haben. 90 Meter Wandelgang, 16 korinthische Säulen, 14 großformatige Wandbilder und das alles kostenlos. Freunde die wir das erste Mal hierher bringen, stehen immer kurz ungläubig vor der Fassade: „Das ist wirklich kostenlos?“ Ja, ist es.

Was die meisten Besucher nicht wissen: Die Wandbilder sind keine beliebige Dekoration. Jedes einzelne erzählt eine Sage aus dem Schwarzwald oder der Region Baden-Baden. Wer die Bilder kennt, sieht den Schwarzwald danach mit anderen Augen. Den Mummelsee, den Grafensprung, das Kloster Lichtenthal, alles hängt hier an der Wand, gemalt von Jakob Götzenberger zwischen 1839 und 1842.

Wusstest du schon:

Sandra Sandra, lokale Guide im Schwarzwald

Wenn der Weihnachtsmarkt läuft, stehen im Wandelgang Krippen und ein großer Weihnachtsbaum. Die Stimmung unter den alten Säulen ist dann ganz anders als draußen auf dem Markt, ruhiger.

Herzensmensch

Götzenberger bekam den Auftrag für 8.000 Gulden. Das entspricht heute etwa 150.000 Euro. Moritz von Schwind wollte viermal so viel.

Alex Alex, lokaler Guide im Schwarzwald

Zahlenmensch

Infografik Trinkhalle Baden-Baden: Übersicht der 14 Wandbilder und Sagen – schwarzwald-kompass.de 2026
📍 Lage: Kaiserallee 3, Baden-Baden, direkt neben dem Kurhaus
🏛️ Erbaut: 1839–1842, Architekt Heinrich Hübsch
🖼️ Wandbilder: 14 Fresken von Jakob Götzenberger
📏 Länge: 90 Meter Wandelgang, 16 korinthische Säulen
🎟️ Eintritt: Kostenlos
🚗 Parken: Parkplatz Kurhaus oder Parkhaus Wagener, wenige Gehminuten
🐕 Hunde: Im offenen Wandelgang erlaubt
🚽 Toiletten: Vorhanden, kostenlos
🍽️ Gastronomie: Café im Brunnensaal
Barrierefrei: Wandelgang ebenerdig und stufenfrei zugänglich

Eindrücke vom April 2026 ↓

Der 90 Meter lange Wandelgang der Trinkhalle Baden-Baden mit korinthischen Säulen
Der Wandelgang 90 Meter, 16 Säulen – und fast immer ruhig unter der Woche
Wandbild Allerheiligen in der Trinkhalle Baden-Baden: trauernde Frau am Wasserfall
Fresko: Allerheiligen Eine junge Frau trauert um ihren Geliebten, der am Wasserfall bei Allerheiligen ums Leben kam
Wandbild Mummelsee in der Trinkhalle Baden-Baden: tanzende Nixen im Mondlicht
Fresko: Der Mummelsee In mondhellen Nächten tanzen die Nixen auf dem Wasser – so erzählt es die Sage
Wandbild Grafensprung in der Trinkhalle Baden-Baden: Ritter Wolf von Eberstein flieht auf seinem Pferd
Fresko: Der Grafensprung Ritter Wolf von Eberstein wagt den waghalsigen Sprung vom Felsen über der Murg
Fresko Burkart Keller von Yburg in der Trinkhalle Baden-Baden
Fresko: Burkart Keller von Yburg Ein Kuss der verschleierten Frau saugt Burkart Keller die Seele aus dem Leib
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Anfahrt zur Trinkhalle Baden-Baden und Parken

Die Trinkhalle liegt direkt im Kurgarten, an der Kaiserallee 3. Vom Bahnhof Baden-Baden aus sind es mit dem Bus etwa 10 Minuten, die Haltestelle „Augustaplatz“ oder „Kurhaus“ ist die nächste. Wer mit dem Auto kommt, parkt am besten im Parkhaus Kurhaus oder auf dem Parkplatz direkt bei der Trinkhalle. Von beiden Optionen seid ihr in weniger als 5 Gehminuten an der Halle.

💡 Unser Tipp: Kommt unter der Woche morgens. Der Wandelgang ist dann oft fast leer und ihr habt die 14 Wandbilder ganz für euch. An Wochenenden und bei schönem Wetter ist deutlich mehr los.
☀️ SommerIm Sommer ist die Kaiserallee gesäumt von blühendem Grün. Der Kurgarten ist dann voll in Fahrt, Konzerte, Spaziergänger, Touristen aus aller Welt. Die Trinkhalle ist tagsüber belebt, abends wenn die Lichter angehen verwandelt sich die Säulenhalle in eine ganz andere Atmosphäre.
❄️ WinterIm Winter lohnt sich der Besuch besonders rund um den Weihnachtsmarkt. Dann stehen Krippen und ein großer Weihnachtsbaum im Wandelgang, die Stimmung unter den Säulen ist einzigartig. Außerhalb des Weihnachtsmarkts ist der Wandelgang im Winter meist ruhig und fast menschenleer.

Die Trinkhalle Baden-Baden: Was euch erwartet

Wer das erste Mal vor der Trinkhalle steht, braucht einen Moment. Das Gebäude ist größer als erwartet. 90 Meter Länge, ein Giebel der von 16 korinthischen Säulen aus hellem Sandstein getragen wird, und dahinter der Kurgarten mit altem Baumbestand. Das Giebelfeld über den Eingangstüren zeigt ein Fresko von Gleichauf, das die Wirkung der Thermen darstellt. Am Firstgiebel ein Relieffeld von Bildhauer Franz Xaver Reich nach einem Entwurf von Christian Lotsch, das die Heilung Kranker durch eine Quellnymphe zeigt.

Blick durch den langen Wandelgang der Trinkhalle Baden-Baden mit Säulen und Wandbildern

Architektur: Hübsch, Weinbrenner und florentinische Renaissance

Entworfen wurde die Trinkhalle von Heinrich Hübsch, einem Schüler des berühmten Karlsruher Architekten Friedrich Weinbrenner. Hübsch war zum Zeitpunkt des Baus Badischer Oberbaudirektor und entwarf zeitgleich auch die Kunsthalle Karlsruhe. Die Trinkhalle entstand auf Anregung zweier Badeärzte, Dr. August Georg Kramer und Dr. Anton Guggert, die den Kurgästen einen würdigen Ort für die damals sehr beliebten Trinkkuren schaffen wollten. Gebaut wurde mit Sandstein, Marmor, Backstein und Terrakotta, von 1839 bis 1842.

Was viele nicht wissen: Getrunken wurde hier ursprünglich nicht nur Thermalwasser. Auch Molke von Ziegen, Kühen und Stuten war Teil der Trinkkuren des 19. Jahrhunderts. Die Trinkhalle war der gesellschaftliche Mittelpunkt der Kurstadt, hier flanierte man, tauschte Neuigkeiten aus und traf die europäische Oberschicht.

Die 200 Jahre alte Platane: ein stiller Star vor der Halle

Direkt vor der Trinkhalle steht eine Platane, die laut Angaben vor Ort rund 200 Jahre alt ist und etwa 40 Meter in die Höhe ragt. Der Stammdurchmesser ist für einen Baum dieser Art außergewöhnlich. Die meisten Besucher laufen an ihr vorbei ohne sie zu bemerken, dabei ist sie einer der mächtigsten Bäume im gesamten Kurgarten. Wer Bäume mag, sollte sich kurz Zeit nehmen und den Stamm aus der Nähe betrachten.

🔭 Geheimtipp: Vor der Trinkhalle steht auch die Büste Kaiser Wilhelms I. Das Denkmal aus weißem Marmor stammt vom Bildhauer Joseph von Kopf. Laut einem historischen Bericht hat Kaiser Wilhelm I. dem Künstler persönlich Modell gestanden und dabei Narben gezeigt, die ihm beim Attentat von 1861 in der Lichtentaler Allee zugefügt worden waren. Er soll dabei gesagt haben: „Die dürfen Sie aber bei der Büste nicht machen.“ Ein Detail, das nirgends auf einem Schild vor Ort steht.
☀️ SommerDie Platane spendet im Sommer ausreichend Schatten. Direkt darunter stehen Bänke, auf denen man sitzen und die Fassade der Trinkhalle auf sich wirken lassen kann. Vor der Halle blühen je nach Saison Tulpen, Rosen und andere Gartenblumen, die vom Kurgarten-Team gepflegt werden.
❄️ WinterOhne Laub wirkt die Platane im Winter noch mächtiger. Der freie Blick auf die gesamte Fassade der Trinkhalle ist im Winter ohne Blattwerk klarer, ein guter Moment für Fotos der Architektur ohne Überlagerung durch das Blattwerk.

Die 14 Wandbilder der Trinkhalle Baden-Baden: Schwarzwald-Sagen in Öl

Das ist der Kern der Trinkhalle, und gleichzeitig das was die meisten Besucher unterschätzen. Jakob Götzenberger (1802–1866) hat die 14 Wandbilder zwischen 1839 und 1842 gemalt, Szenen aus Mythen und Sagen der Region Baden-Baden und des Schwarzwalds. Jedes Bild hat eine eigene Tafel darunter mit dem Sagentext. Wer alle 14 liest, verbringt locker 30 bis 45 Minuten im Wandelgang, und erfährt dabei mehr über die Orte rund um Baden-Baden als in jedem Reiseführer.

Die Bilder hängen von Süden (links wenn ihr eintretet) nach Norden (rechts) in folgender Reihenfolge: Burkart Keller von Yburg, Der Mummelsee, Die Nixe des Wildsees, Engels- und Teufelskanzel, Der Grafensprung, Alt-Eberstein, Fremersberg, Die Geisterhochzeit zu Lauf, Baldreit, Die Felsen, Burg Windeck, Allerheiligen, Schloss Hohenbaden, Kloster Lichtenthal.

Die Sagen im Überblick: Naturgeister, Ritter und Wunder

Ein paar der Sagen kurz erklärt, damit ihr wisst wonach ihr schaut:

Burkart Keller von Yburg: Junker Burkart verfällt auf dem Weg zu seiner Verlobten den Verlockungen einer verschleierten Frau an einem heidnischen Opferstein. Ein Kuss von ihr saugt ihm die Seele aus dem Leib. Der Ort heißt bis heute „Kellersbild“.

Der Mummelsee: In mondhellen Sommernächten steigen Nixen aus den Tiefen des Sees und tanzen ihren Reigen. Das Seeköniglein spielt Harfe und ruft seine Töchter bei Tagesanbruch zurück. Den echten Mummelsee könnt ihr auf der Schwarzwaldhochstraße an der B500 besuchen, auf 1.036 Metern Höhe.

Die Nixe des Wildsees: Eine Nixe lockt mit bezauberndem Harfenspiel einen jungen Hirten in den See, trotz der Warnung eines alten Fischers. Er erliegt der Versuchung und versinkt in der Tiefe. Auch den Wildsee kann man besuchen, er liegt im Nationalpark Schwarzwald.

Der Grafensprung: Ritter Wolf von Eberstein flieht von der Burg Neu-Eberstein und rettet sich mit einem gewaltigen Sprung seines Pferdes vom Felsen steil ins Tal der Murg. Der Felsen trägt bis heute den Namen „Grafensprung“.

Allerheiligen: Eine junge Frau trauert um ihren Geliebten, der bei dem Kloster Allerheiligen einem Raben nachjagte, der ihren Verlobungsring gestohlen hatte, und dabei in einen Wasserfall stürzte. Den Wasserfall bei Allerheiligen kann man heute wandern.

Fresko Burkart Keller von Yburg in der Trinkhalle Baden-Baden

Burkart Keller von Yburg – das erste Bild von Süden

Fresko Die Nixe des Wildsees in der Trinkhalle Baden-Baden

Die Nixe des Wildsees – Verführung am dunklen Wasser

Fresko Engels- und Teufelskanzel in der Trinkhalle Baden-Baden

Engels- und Teufelskanzel – der Abdruck des Pferdefußes bleibt

Fresko Alt-Eberstein in der Trinkhalle Baden-Baden: Belagerung durch Kaiser Otto

Alt-Eberstein – Kaiser Otto belagert die Burg zweieinhalb Jahre lang

Fresko Fremersberg in der Trinkhalle Baden-Baden: Markgraf Jakob bei Einsiedlern

Fremersberg – Markgraf Jakob stiftet aus Dankbarkeit das Franziskanerkloster

Fresko Die Geisterhochzeit zu Lauf in der Trinkhalle Baden-Baden

Die Geisterhochzeit zu Lauf – bei Hahnenschrei verschwindet der Spuk

Fresko Baldreit in der Trinkhalle Baden-Baden: Pfalzgraf besteigt sein Pferd

Baldreit – so entstand der Name des ältesten Gasthauses in Baden-Baden

Fresko Die Felsen in der Trinkhalle Baden-Baden: wilder Jäger und Felsenjungfrau

Die Felsen – der wilde Jäger verfällt dem Zauber der Felsenjungfrau am Battert

Fresko Schloss Hohenbaden in der Trinkhalle Baden-Baden: Markgräfin Katharina betet gegen die Pest

Schloss Hohenbaden – Markgräfin Katharina betet gegen die Pest

Fresko Kloster Lichtenthal in der Trinkhalle Baden-Baden: Äbtissin schützt das Kloster vor schwedischen Truppen

Kloster Lichtenthal – die Äbtissin rettet das Kloster im Dreißigjährigen Krieg

Fresko Burg Alt-Windeck in der Trinkhalle Baden-Baden: die weiße Henne rettet den Gefangenen

Burg Alt-Windeck – eine weiße Henne verhindert die Einnahme der Burg

Fresko Der Mummelsee in der Trinkhalle Baden-Baden: Nixen tanzen im Mondlicht

Der Mummelsee – das bekannteste Bild der Trinkhalle

Unsere drei Lieblingsbilder

Nach mehreren Besuchen haben wir unsere Favoriten. Das Bild vom Mummelsee fasziniert uns immer wieder: die tanzenden Nixen im Mondlicht, die dunkle Wasseroberfläche, der Moment kurz vor Tagesanbruch. Wer danach den echten Mummelsee besucht, sieht ihn mit anderen Augen. Das Bild vom Grafensprung hat die meiste Energie, man spürt fast die Geschwindigkeit des springenden Pferdes. Und das dunkelste Bild, die Felsen am Battert mit dem wilden Jäger, ist das am häufigsten übersehene, dabei ist es in der Stimmung das intensivste der ganzen Reihe.

☀️ Hinweis zur Bildqualität: Einige der Wandbilder sind im Lauf der fast 200 Jahre merklich nachgedunkelt, besonders die Bilder mit dunklen Hintergründen. Das ist kein Mangel, sondern Teil ihrer Geschichte. Bei guten Lichtverhältnissen am Morgen sind die Details am besten zu erkennen.

Thermalwasser in der Trinkhalle Baden-Baden trinken

Das Thermalwasser kommt laut Angaben vor Ort vom Florentinerberg, der Friedrichsquelle und der Nürtinger Heinrichsquelle, mit rund 50 Grad Celsius direkt aus der Leitung. Der Ausschank im Brunnensaal ist kostenlos, Einwegbecher stehen bereit. Wer das erste Mal trinkt, macht meistens eine Grimasse. Das Wasser ist deutlich wärmer als man erwartet, und der mineralische Geschmack ist intensiv, fast metallisch. Das ist kein Fehler, das ist Thermalwasser.

Die Tradition reicht weit zurück: Schon die Römer wussten um die Quellen unter Baden-Baden. Was heute als Wellness gilt, war im 19. Jahrhundert medizinische Kur. Badeärzte wie Dr. Kramer und Dr. Guggert ließen die Trinkhalle genau für diesen Zweck bauen. Einen Becher pro Besuch zu probieren gehört zum Baden-Baden-Erlebnis dazu.

💡 Unser Tipp: Nicht mehr als einen Becher pro Tag trinken. Der hohe Mineralgehalt ist gut dosiert, aber bei größeren Mengen nicht empfohlen. Das ist auch die Empfehlung vor Ort.
☀️ SommerIm Sommer ist das warme Thermalwasser noch überraschender als im Winter. Bei 30 Grad Außentemperatur ein 50-Grad-heißes Mineralwasser zu trinken ist ein Erlebnis für sich. Die meisten Besucher probieren es trotzdem, oft nach langem Zögern.
❄️ WinterIm Winter wirkt das warme Thermalwasser fast angenehm, zumindest der erste Moment bis der mineralische Geschmack einsetzt. An kalten Tagen ist der Brunnensaal ein guter Grund, kurz ins Innere der Trinkhalle zu gehen.

Café, Öffnungszeiten und praktische Infos zur Trinkhalle

Im Brunnensaal der Trinkhalle befindet sich ein Café mit Lesesaal, in dem auch internationale Tageszeitungen ausliegen. Es gibt Kaffee, Espresso und eine überschaubare Speisekarte, kein Verzehrzwang, ihr könnt also auch einfach einen Espresso trinken und danach weitergehen. Die Atmosphäre im Inneren ist ruhiger als draußen im Wandelgang.

Zu den Öffnungszeiten: Der offene Wandelgang ist tagsüber jederzeit frei zugänglich. Die Innenräume mit dem Thermalwasser-Ausschank und das Café haben feste Öffnungszeiten, die saisonal variieren können. Prüft die aktuellen Zeiten vor eurem Besuch direkt bei der Stadt Baden-Baden.

🔭 Geheimtipp Fotospot: Stellt euch von außen mittig vor die Trinkhalle, etwa 20 Meter Abstand zur Fassade. Von dort aus fotografiert erfasst die Kamera die gesamte Symmetrie der Säulenhalle. Die Fluchtlinien der Decke ziehen sich bis zum hinteren Ende des Wandelgangs durch, das Bild hat automatisch Tiefe. Das ist der Spot den wir jedem zeigen.

Toiletten sind im Inneren vorhanden und kostenlos zugänglich. In einer Stadt wo öffentliche Toiletten nicht immer leicht zu finden sind, ist das ein echter praktischer Vorteil. Der Wandelgang selbst ist ebenerdig und stufenfrei zugänglich, damit für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen ohne Hindernisse begehbar.

☀️ SommerIm Sommer ist die Außenterrasse des Cafés eine gute Option für Kaffee im Grünen. Der Kurgarten um die Trinkhalle herum ist dann in voller Blüte. Nachmittags ist mehr Betrieb als morgens.
❄️ WinterIm Winter ist der Innenbereich mit dem Lesesaal und dem Café eine angenehme Möglichkeit für eine Pause. Prüft vorher ob das Café zu der Zeit geöffnet ist, die Zeiten können im Winter eingeschränkt sein.

Trinkhalle Baden-Baden im Winter: Krippen und Weihnachtsmarkt

Das wissen die wenigsten Besucher, die im Sommer kommen: Im Winter ist die Trinkhalle ein komplett anderer Ort. Wenn der Weihnachtsmarkt auf dem Kurhaus-Vorplatz läuft, werden im Wandelgang der Trinkhalle traditionell Krippen aufgestellt. Dazu kommt ein großer Weihnachtsbaum. Die Kombination aus den historischen Wandbildern, dem Säulengang, dem gedämpften Licht und dem Geruch von Glühwein von draußen ist eine Stimmung die man so nur hier erleben kann.

Wer in der Weihnachtszeit nach Baden-Baden kommt, sollte die Trinkhalle abends besuchen. Wenn die Lichter der Stadt angehen und die Halle von innen beleuchtet ist, entsteht eine Atmosphäre die sich schwer in Worte fassen lässt. Sandra war schon mehrfach dort und sagt: ruhiger und besinnlicher als auf dem Markt draußen, aber trotzdem mittendrin.

💡 Unser Tipp für den Winter: Den Weihnachtsmarkt Baden-Baden kombinieren mit einem Abendspaziergang durch den Wandelgang der Trinkhalle. Eintrittsfrei, warm einpacken, und wenn das Café geöffnet hat, kurz rein für einen heißen Kaffee.

Hochzeiten und Events in der Trinkhalle Baden-Baden

Der offene Wandelgang der Trinkhalle kann für private und kommerzielle Veranstaltungen gebucht werden. Hochzeiten, Empfänge, Galadinner, Firmenevents – die 90 Meter Säulenhalle mit den historischen Wandbildern bieten ein Ambiente das sich kaum reproduzieren lässt. Besonders abends, wenn der Wandelgang beleuchtet ist und die Wandbilder im warmen Licht aufleuchten, ist die Wirkung außergewöhnlich.

Für Buchungsanfragen ist die Kurhaus Baden-Baden GmbH zuständig. Technische Unterstützung für Beleuchtung und Ton ist über professionelle Eventtechnik möglich. Aktuelle Informationen zu Verfügbarkeit und Konditionen erhaltet ihr direkt beim Veranstaltungsmanagement des Kurhauses.

☀️ Hinweis: Wenn ihr plant die Trinkhalle für eine Veranstaltung zu buchen, fragt frühzeitig an. Besonders die Sommermonate und die Weihnachtszeit sind stark nachgefragt.

Was ihr noch kombinieren könnt

Die Trinkhalle liegt so günstig, dass sich mehrere Ziele in einem Spaziergang verbinden lassen. Das Kurhaus mit seinen Casinoführungen beginnt direkt nebenan, morgens um 10 oder 11 Uhr, Dauer etwa 40 Minuten. Danach sind es wenige Schritte zur Trinkhalle. Von dort geht man direkt in die Lichtentaler Allee, den bekanntesten Spazierweg Baden-Badens, der bis zum Kloster Lichtenthal führt, das in einem der Wandbilder der Trinkhalle verewigt ist. Alles fußläufig verbunden, kein Auto nötig.

Wer die Orte der Wandbilder selbst besuchen möchte, hat noch mehr zu tun. Der Mummelsee liegt auf der Schwarzwaldhochstraße, der Wasserfall bei Allerheiligen ist eine kurze Wanderung im Nordschwarzwald, und die Burg Alt-Eberstein ist von Baden-Baden aus gut erreichbar. Die Wandbilder der Trinkhalle sind quasi ein Reiseplaner für den ganzen Nordschwarzwald.

💡 Unser Tipp: Mehr Schwarzwald-Ideen findet ihr in unseren Schwarzwald-Guides auf schwarzwald-kompass.de.

Häufig gestellte Fragen zur Trinkhalle Baden-Baden

Kostet der Besuch der Trinkhalle Baden-Baden etwas?

Nein, der Besuch der Trinkhalle ist komplett kostenlos. Ihr könnt den gesamten Wandelgang mit den 14 Wandbildern frei betreten und auch das Thermalwasser wird kostenfrei ausgeschenkt.

Wann hat die Trinkhalle Baden-Baden geöffnet?

Der offene Wandelgang ist tagsüber jederzeit frei zugänglich. Die Innenräume mit dem Thermalwasser-Ausschank und das Café haben feste Öffnungszeiten. Prüft die aktuellen Zeiten vor eurem Besuch, da diese saisonal variieren können.

Was zeigen die 14 Wandbilder in der Trinkhalle?

Die 14 Wandbilder des Malers Jakob Götzenberger zeigen Sagen und Mythen aus der Region Baden-Baden und dem Schwarzwald. Darunter sind Geschichten vom Mummelsee, der Nixe des Wildsees, dem Grafensprung bei Neu-Eberstein, dem Kloster Lichtenthal und vielen weiteren Orten, die ihr auch selbst besuchen könnt.

Kann man in der Trinkhalle heiraten?

Ja, der Wandelgang der Trinkhalle kann für Veranstaltungen wie Hochzeiten, Empfänge oder Galadinner gebucht werden. Die Kurhaus Baden-Baden GmbH ist für Anfragen zuständig. Die offene Säulenhalle mit den historischen Wandbildern bietet ein außergewöhnliches Ambiente.

Wie schmeckt das Thermalwasser in der Trinkhalle?

Das Thermalwasser kommt mit etwa 50 Grad Celsius aus der Leitung und schmeckt stark mineralisch. Wer normales Mineralwasser gewohnt ist, wird überrascht sein – der erste Schluck ist warm und deutlich intensiver als erwartet. Einwegbecher stehen bereit, mehr als einen pro Besuch trinken ist nicht empfohlen.

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